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Delegation aus Malaysia informiert sich über Wasserversorgung
22. Juli 2010, Lörrach
LÖRRACH (tm). Eine Delegation aus Malaysia informierte sich gestern im Lörracher Wasserwerk der Badenova darüber, wie Trinkwasser in Deutschland gewonnen und bereitgestellt wird.
Die Firma Späne mit Sitz in Rheinfelden, die Reinigungs- und Desinfektionsprodukte für Trinkwasserinstallationen herstellt, hatte die Delegation eingeladen.
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Bei der Delegation waren Vertreter der Regierung der malaysischen Provinz Malaccas, die für die dortige Trinkwasserversorgung zuständig sind und sich über die deutschen Standards informieren wollten, wie Claudia Dolzer, Export Managerin bei Späne, feststellte. Auch Vertreter einer Partnerfirma in Malaysia, die Produkte von Späne im asiatischen Raum vertritt und vertreibt, waren in der Delegation dabei. Horst Schleith, Wassermeister bei der Badenova, führte die Besucher durch das Wasserwerk im Grütt.
Jeder Lörracher Einwohner verbraucht im Durchschnitt 126 Liter Wasser pro Tag, berichtete Schleith. Das ganze Trinkwasser, das in Lörrach verbraucht wird, stammt aus dem Grundwasser. Bereits vor 120 Jahren wurden die ersten Tiefbrunnen gegraben, 1983 wurde das Wasserwerk im Grütt gebaut. Sieben Tiefbrunnen gibt es in Lörrach, das Wasser entnimmt die Badenova aus rund 18 Metern Tiefe. Alle sieben Brunnen zusammen liefern 310 Liter Wasser pro Sekunde. Im Grütt, das Wasserschutzgebiet ist, liegen vier Tiefbrunnen, drei weitere im Gebiet "Wilde Brunnen", das auf den Gemarkungen Brombach, Hauingen und Steinen liegt. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk wird es in 13 Hochbehälter gepumpt, die insgesamt 21 000 Kubikmeter beinhalten und damit, wenn kein neues Wasser nachkäme, die Wasserversorgung für Lörrach für zwei Tage aufrecht erhalten könnten. Die Hochbehälter, von denen der kleinste auf dem Rechberg, der größte auf dem Schädelberg liegt, dienen aber vor allem dazu, Verbrauchsschwankungen auszugleichen, den Druck gleichmäßig zu halten und Löschwasser bereitszuhalten.
Horst Schleith wies darauf hin, dass die Wasserqualität sehr hoch ist und man das Leitungswasser problemlos trinken kann. Aus dem Grundwasser wird das Trinkwasser entnommen, weil es hier am Saubersten ist. Es erfährt im Wasserwerk keinerlei chemische Behandlung, betonte Schleith. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten enthält es jedoch viel Kohlensäure, die aus dem Wasser entfernt wird.
Beeindruckt waren die Besucher auch davon, dass das ganze Wasserwerk mittels Computerelektronik alleine von Horst Schleith gesteuert wird, der dazu meistens nicht einmal selbst im Wasserwerk ist. "Er ist ein Supermann", meinte ein Delegationsteilnehmer dazu.
Nach der Führung durch das Wasserwerk wurde die malaysische Delegation von Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm im Rathaus empfangen. Anschließend reiste die malaysische Delegation weiter nach Rheinfelden, um ihren Kontakt mit der Firma Späne GmbH zu vertiefen.
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